Geschichte des TSV Erfde e.V. Vorläufer des TSV Erfde e.V.

Um die Jahrhundertwende wurde das Fahrrad technisch erheblich verbessert.
Der Radrennsport wurde geboren, und es begann eine Blütezeit
des deutschen Radsports.
Die erste Radfahrerzeitschrift hatte man
im Deutschen Reich veröffentlicht, erste Sportgemeinschaften entstanden vor
allem in den Städten.
Das neue Fortbewegungsmittel und Ideen aus dieser Sportbewegung brauchten Bürger in
das Dorf Erfde, die den „Radfahrverein Erfde“,den Vorläufer des Sportvereins,
gründeten.:
R. Schumacher, H. Sellmer,J. Lesch, J. Wiesener, Sprenger, G. Fischer, P. Wiesener.
Diese Mitglieder des Radfahrvereins Erfde veranstalteten Geschicklichkeitsfahrten
in Gastwirtschaften und im Freien,sie fuhren über schmale Wippbretter, holten aus
Flaschen Blumen, steckten sie ein, fuhren Figuren, veranstalteten Wettfahren,
machten Ausflüge auf Schotterwegen im Raum Erfde und Stapelholm.
Besprechungen, Versammlungen und Geselligkeiten sollen im Vereinslokal
Grevenhorst stattgefunden haben.

Grevenhorst stellt sich den Radfahrern
sicherlich als Ader oder Ausgangspunkt zum städtischen Leben dar, wurde doch
erst 1887 aus dem schlechten Weg nach Rendsburg eine Chaussee.

Gründung Erfde Turn- und Sportverein 1927 – Vereinsleben bis 1933.

Aus dem Radfahrverein Erfde entstand 1910 der „Turnverein Erfde“.
Die Gründer des Vereins – soweit feststellbar – waren
Ernst Moritz, Eduard Koch,Heinrich Storm, Richard Marquardt,Willi Peters
und 1. Vorsitzende des Turnvereins Erfde Robert Schumacher.
Sie arbeiteten nach Vorlagen des Friedrichstädter Turnvereins die erste Satzung
aus, die nicht mehr existiert,bzw. bruchstückhaft in den Statuten des
„Erfder Turn- und Sportvereins“ von 1927 vorhanden ist.
Heinrich Bendixen,Johann Bruhn, Gustav Fischer,Ferdinand Langrock und Johann Moritz
sollen weitere Männer der ersten Stunde gewesen sein.
Altes Turngerät – Reck,Barren – kam vom Turnverein Friedrichstadt.
Die Übungs- und Trainingsabende fanden im
Vereinslokal Eckmann statt.
Schauturnen,kleine Sportfeste und gesellige Abend standen alljährlich auf dem Programm,
bis der Erste Weltkrieg die eben erst begonnene Arbeit unterbrach. Nach dem
1. Weltkrieg begann das Vereinsleben langsam wieder aufzuleben und sich zu erweitern.

Bis 1933 wurden folgende Sportarten mit großem Erfolg betrieben:
Leichtathletik (Ballweitwurf, Diskus, Dreikampf,Fünfkampf, indernislauf,
Hochsprung, Hürdenlauf, Keulenweitwurf,Laufdisziplien, Schleuderball,
Speerwurf, Staffellauf, Tauziehen, Weitsprung); Mannschaftssport
(Faustball, Handball, Schlagball);Turnen (Barren, Freiübungen, Pferd, Pyramden, Reck).

Der Neubeginn nach dem Krieg 1945
Das Ende des Zweiten Weltkrieges und die daraus entstandenen Folgen
lähmten die Aktivitäten des Vereins in keiner Weise.
Heimatvertriebene gaben zudem entscheidende Anstöße für einen Neubeginn.
Unter der Leitung des langjährigen Vorsitzenden Heinrich Wallat (1946 – 1967)
begann 1945/46 der sportliche Betrieb: Faustball, Gymnastik, Handball, Leichtathletik,
Tischtennis, Turnen für Schüler, Jugendliche, Frauen und Männer standen auf den
Übungsplänen am Sportplatz-Lager, im Vereinlokal Schmöckel, auf dem Schulhof,
im Kindergarten (heute Fa. B. Hansen/Wohnhaus Rief)und im Grandloch.

Die Sitzungen, umrahmt mit Gesang und einem Tanzkränzchen, waren sehr lebendig,
ein neues Mitglied musste einstimmig aufgenommen werden.

Aus dem ETSV wurde der TSV Erfde mit neuem Vereinsabzeichen und neuer Satzung.

Der TSV Erfde wurde zum Leben erweckt.

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